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Lebe wohl!

Heute morgen bekam ich eine Mail meiner Cousine, welche an diesem Montag auf einem Konzert von Reinhard Mey gewesen ist und von einem Lied besonders berührt war: „Lass ruhig los das Ruder“ (Liedtext am Ende des Beitrages).

Besonders passend war es vor allem deswegen, da der 13.10. zugleich der 1. Todestag unserer Tante war, welche letztes Jahr dem Krebs erlegen und friedlich zu Hause eingeschlafen ist.

Damals habe ich folgende Trauerkarte meinem Onkel überreicht:

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Sie war schlicht in Flüsterweiß und Schwarz gehalten und das bestempelte Transparentpapier mit den Miniklammer 1/8“ befestigt. Die Stempel stammen aus den Sets Natur-nah und Daydream Medallions. Mit passendem C6-Umschlag in Flüsterweiß.

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Das Erstaunlichste war die Kraft, die sie uns allen schenkte! Eine Kraft die uns voll Dankbarkeit zurückblicken und voll Lebensmut nach vorn blicken lässt, mit etwas Schwermut im Herzen (auch wenn ihr das nicht gefallen würde).

Wir werden Dich immer in unseren Herzen behalten und dadurch unvergessen machen!

Nun folgt noch der Liedtext zu „Nun lass ruhig los das Ruder“ von Reinhard Mey:

Lass ruhig los das Ruder

Lass nun ruhig los das Ruder,
Dein Schiff kennt den Kurs allein.
Du bist sicher, Schlafes Bruder
Wird ein guter Lotse sein.

Lass nun Zirkel, Log und Lot
Getrost aus den müden Händen,
Aller Kummer, alle Not,
Alle Schmerzen enden.

Es ist tröstlich, einzusehen,
Dass nach der bemess’nen Frist
Abschiednehmen und Vergehen
Auch ein Teil des Lebens ist.

Und der Wind wird weiter wehn,
Und es dreht der Kreis des Lebens,
Und das Gras wird neu entstehn,
Und nichts ist vergebens.

Es kommt nicht der grimme Schnitter,
Es kommt nicht ein Feind,
Es kommt, scheint sein Kelch auch bitter,
Ein Freund, der’s gut mit uns meint.

Heimkehr’n in den guten Hafen
Über spiegelglattes Meer,
Nicht mehr kämpfen, ruhig schlafen,
Nun ist Frieden ringsumher.

Und das Dunkel weicht dem Licht,
Mag es noch so finster scheinen.
Nein, hadern dürfen wir nicht –
Doch wir dürfen weinen.

Quelle: Reinhard Mey